Was hat Antje Bähr nach Griechenland verschlagen?



Privater Background

Meine Geschichte

Meine Mutter erkannte schon früh, dass ich einmal "etwas mit meinen Händen" machen müsse, da ich meine Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes "begriff". Das ist bis heute so geblieben. Vor allem wenn ich Menschen berühre, eröffnet sich mir ein Universum an Informationen. Diese Gabe habe ich mit auf die Welt bekommen, aber ich habe sie im Laufe der Jahre professionalisiert. Kein Wunder also, dass ich meine Doktorarbeit der "Qualität der therapeutischen Berührung" gewidmet habe.

Daraus wiederum habe ịch zwei therapeutische Konzepte abgeleitet:

Meine Konzepte

Die "Haptisch-taktile Interaktionstherapie", welche sich von anderen manuellen Techniken unterscheidet, weil sie zwischen lokalen, ganzkörperlichen, emotionalen, mentalen und interaktiven Wahrnehmungen differenziert und somit deutlich gezielter an die tatsächlichen Ursachen eines Problems ankert.

Die "My Body - My Coach" Methode, welche in unseren Retreats zur Anwendung kommt. Im Grunde handelt es sich um das gleiche Prinzip, nur dass beim ersten Konzept der Therapeut wahrnimmt und differenziert und im zweiten Falle die Klient:innen selbst.

Meine erste Praxis eröffnete ich bereits im Sommer 1993, meine kleine Tochter Jana war da gerade 10 Tage alt. Beide Kinder, auch mein 1996 geborener Sohn Timo, sind mehr oder weniger in der Praxis groß geworden. Die beiden haben mir viele Dinge übel genommen - das gehörte nicht dazu.

Da mein Wissensdrang zum Thema Berührung zeitlebens sehr groß war, versuchte ich über unterschiedliche Fortbildungen und Studiengänge weiterführende Informationen zum Thema zu bekommen. Wirklich voran gebracht haben mich aber letztendlich meine eigenen Studien, Untersuchungen und Beobachtungen im Rahmen meiner Doktorarbeit.

Warum ich aber nun in der "Villa Eirini" in Griechenland gelandet bin, das erzähle ich euch jetzt:

Burnout

Obwohl ich bereits vielen Menschen mit meiner therapeutischen Körperarbeit dabei geholfen hatte, zu sich selbst zu finden, hatte ich mich parallel selbst in ein Burnout manövriert..

Selbstverwirklichung

Nachdem ich viele Jahre erfolgreich als Körpertherapeutin gearbeitet hatte, wollte ich mir - zusammen mit meinem Mann - noch einmal einen Traum erfüllen. Die Kinder waren aus dem Haus und somit wurden Kapazitäten für neue Herausforderungen frei. Also beschlossen wir, ein altes Gemäuer zu kaufen und dieses liebevoll nach unseren Vorstellungen zu sanieren. Wir dachten dabei an ein altes Herrenhaus, eine alte Mühle oder einen historischen Resthof.

Schicksal

Tatsächlich führte uns das Schicksal aber zur Burg Tannroda in Thüringen, in welche wir uns sofort verliebten. Der Ort hatte eine magische Wirkung auf uns. Obwohl das Projekt eigentlich zu groß für uns war, bewarben wir uns mit einem Nutzungskonzept für die Burganlage und bekamen den Zuschlag. Da wir ein derart großes Objekt nicht persönlich erwerben wollten, gründeten wir eine gemeinnützige Stiftung, die das historische Gebäudeensemble erwarb. Das finanzielle Grundstockvermögen basierte auf einem familiären Erbe, dass wir zu großen Teilen (zu 90%) in die Stiftung steckten.

Stiftung

Uns war klar, dass wir sowohl monetär als auch personell - zwei Menschen Anfang 50 - nur initiale Energie in das System geben konnten. Darum erschien uns das Konstrukt der gemeinnützigen Stiftung ideal, einerseits um zusätzliche Gelder in Form von Spenden und Fördermitteln generieren zu können, anderseits um das Objekt dem Spekulationsmarkt entziehen zu können und unsere Ideen nachhaltig schützen zu können.

Warnsignale

Was den meisten Menschen, die das Ganze von außen verfolgten, wohl vom ersten Augenblick an klar war, überrollte uns in den folgenden Jahren mit einer für uns ungeahnten Wucht. Aufgrund unserer Begeisterung für das Projekt und der Tatsache, dass wir bereit waren, einen kompletten Neustart zu wagen, haben wir viele Warnsignale einfach ignoriert. Hinzu kam eine Reihe von äußeren Faktoren, die leider jenseits unseres Einflusses lagen.

In der Fremde

Zuerst einmal waren wir als Wessis aus der Großstadt komplette Fremdkörper in einer ländlichen ostdeutschen Gemeinde. Wir hätten auch ins Ausland ziehen können, was das gegenseitige Verständnis betraf. Ich bin ein sehr freundlicher, offener und durchaus geduldiger und auch ausdauernder Mensch und hatte in meinem bisherigen Umfeld weder persönlich noch beruflich schlechte Erfahrungen in Bezug auf meine Anschlussfähigkeit zu anderen Menschen gemacht.

Unterstellungen

Insofern traf es mich völlig unvorbereitet, auf Menschen zu stoßen, die nicht nur meine freundlichen Begrüßungen ignorierten, sondern sogar demonstrativ die Straßenseite wechselten. Grundsätzlich wurden uns böse Absichten unterstellt und alles Erklären und Vorleben, Einladen, Anbieten und Anpassen führte in sieben Jahren zu keiner Veränderung. Mein therapeutisch-analytisches Denken, das mir bis dato eigentlich immer geholfen hatte, wurde als Arroganz und westliche Besserwisserei geahndet.

Behörden

Hinzu kamen die Auflagen der Behörden, die unsere baulichen Prozesse ausbremsten, verteuerten oder komplett verhinderten. Die Idee, dass ein gemeinnütziges Projekt sowohl in der Bevölkerung als auch seitens der Politik auf Begeisterung stoßen würde, stellte sich als Irrglaube heraus. Letztendlich mussten wir akzeptieren, dass jedwede staatliche Unterstützung an eine absolute Kontrolle unserer Stiftung und ihrer Aktivitäten geknüpft war und ist. Das war für uns kreative Freigeister ein harter Schlag und eine Enttäuschung.

Naja, und ich brauche es wohl kaum zu erwähnen, dass Corona die geplanten Eröffnungen unseres Kultur-, Seminar-, Praxis-und Gastrobetriebes zunächst vereitelte und viele Jahre verzögert hat. Das haben wir nur überlebt, weil wir schuldenfrei waren. Bis heute hängen uns diese Startschwierigkeiten nach. Hinzu kam, dass uns klar war, dass wir - aufgrund der Größe des Projektes - insgesamt ca. 20 Menschen für unsere Ideen gewinnen mussten, was uns auch zunächst gelang. Während ich dabei waren, eine potente Gemeinschaft von Menschen aufzubauen, die auf der Burg Tannroda leben und arbeiten wollten, kam uns erst die Spaltung der Gesellschaft und dann die explodierenden Baupreise in die Quere. Die Gruppe löste sich auf.

Frustration

Im Laufe dieser Zeit hatte sich in mir ein seelischer Schmerz aufgestaut, eine Frustration und Perspektivlosigkeit, die mich zwangen, mich von meinem vermeintlichen Lebenstraum zu trennen. Meine mentalen Kräfte schwanden in gleichem Maße wie die finanziellen Ressourcen. Es war mir weder gelungen, privaten Wohnraum zu schaffen, noch meine berufliche Existenz zu sichern und das trotz großer Anpassungsfähigkeit, Kreativität und Problemlösungsbewusstseins. Die stabile Beziehung zu meinem Mann - wir sind wirklich ein gutes Team - kam ins Wanken, weil wir zunehmend keine Kraft mehr hatten, uns gegenseitig emotional zu stärken.

Scheitern

Ich musste den Stecker ziehen. Ich hatte in den letzten Jahren häufiger den Gedanken gehabt, das Land zu verlassen, aber mein Verantwortungsbewusstsein der Stiftung gegenüber und auch das Gefühl des Scheiterns hatten dazu geführt, dass ich mir diesen Gedanken nicht mehr erlaubte. Ich hatte alles auf eine - im Grunde sehr vielseitige - Karte gesetzt und verloren. Es ist nicht so leicht den Traum der Burgprinzessin wieder loszulassen.

Neustart

Und irgendwann war ich dann doch so weit: ich wollte wieder LEBEN, ATMEN, FREI SEIN und habe mich in dieser Phase ganz stark von meiner Intuition leiten lassen. In zahlreichen Körperreisen im Laufe meiner langjährigen therapeutischen Arbeit hatte sich das Bild einer hügeligen Landschaft in der Nähe des Meeres, mit warmen Wind auf der Haut und Sonnenuntergängen manifestiert und diesen Ort habe ich tatsächlich gefunden.

Von da an ging alles ganz leicht. Das Gefühl des Ausgebremstseins und Gefühle der Ohnmacht fielen von mir ab. Ich begann wieder Verantwortung für MICH und MEIN Leben zu übernehmen. Ich lebe nun in Griechenland auf den Peloponnes in meinem eigenen Haus, welches ich entsprechend meiner eigenen Vorstellungen und Ideen ausgebaut habe. Und ich hätte mittlerweile viel Zeit meine eigene Situation, in die ich mich selbst manövriert hatte, zu analysieren. In der Retrospektive und mit dem Abstand, den mir die "Villa Auszeit" ermöglicht hat einzunehmen, kann ich jetzt die Fehler erkennen, die ich gemacht habe, ich kann die Energieräuber identifizieren, denen ich mich selbst ausgeliefert habe und ich kann die Grenzen sehen, die ich NICHT gesetzt habe:

Profitiere von meinen Erfahrungen

Ich weiß mit wie vielen Ängsten und Unsicherheiten man kämpfen muss, wenn man seinen Lebensweg korrigieren möchte. Ich weiß, was es bedeutet, etwas loszulassen, wo man bereits viel Lebensenergie investiert hat. Lass dich unterstützen! Sichere dir jetzt einen Retreat Platz. Du kannst nur gewinnen!